RaumCoaching?

Bevor Andrea sich auf den Weg zu mir nach Hause machte, konnte ich mir unter RaumCoaching noch gar nicht so viel vorstellen. Ich dachte mir, dass sie mir zu der einen oder anderen Um-Platzierung von Möbelstücken raten würde. Ein paar Bilder an diese Wand, ein paar Pflanzen in jene Ecke, das Sofa etwas mehr nach links und den Schreibtisch um 90 Grad gedreht – fertig ist das Zimmer.

 

Denkste!

Andrea kam herein und fragte mich als erstes, warum ich in diesem Raum etwas umstellen möchte. Darauf konnte ich ihr keine logisch begründbare Antwort geben, sondern nur die Erklärung, dass ich mich nicht wohl in diesem Zimmer fühle. Darum setzte sie sich an meinen Schreibtisch und ließ die Umgebung und die Ausstrahlung des Raums auf sich wirken.

Dank Andreas treffsicherem Einfühlungsvermögen konnte sie nach wenigen Augenblicken erspüren, was genau mich hier nicht heimisch und wohl fühlen lässt:

Mein Zimmer ist aufgrund seiner Lage quasi das „letzte Eck“ in unserer Wohnung, hinter dem Hauswirtschaftsraum und der Vorratskammer gelegen und völlig abseits. Darum wurde es, bevor es zu meinem Raum wurde, als Abstellraum genutzt, wo sich all der Kram stapelte, den man „momentan“ nicht brauchen konnte.

Und diese Atmosphäre haftete meinem Raum noch immer an: „Die Rumpelkammer“ war immer noch vorhanden, und so fühlte ich mich wie abgestellt und vergessen, sobald ich in meinem Zimmer saß.

 

Das Ende der Rumpelkammer

Doch was konnte man tun, um diesem Gefühl ein Ende zu bereiten und das Stigma der Rumpelkammer loszuwerden?

Andreas erste Aktion war, den Gang vor meinem Zimmer von einer Kommode zu befreien, die ihn unnötig verengte. Dann hängte sie mein strahlend gelbes Lieblingsbild, das an anderer Stelle im Flur sowieso keinen guten Platz hatte, an diese frei gewordene Stelle, und schon war der Weg zu meinem Zimmer wesentlich einladender und durch mein Bild positiv verstärkt.

Als nächstes räumten wir gemeinsam alles, was auf Tischen und in Regalen stand und lag, ab, um den Blick ohne Ablenkung und frei auf die großen Möbelstücke zu bekommen.

 

Keine schnelle Lösung

Wir rückten und schoben also meine Vitrinen, mein Sideboard, den Bücherschrank und den Schreibtisch an verschiedene Positionen und spürten nach, wie sie sich dort jeweils einfügten. Schließlich fanden wir die richtigen und stimmigen Orte für alle Möbelstücke. Hierbei ist definitiv Geduld und Durchhaltevermögen gefragt und nicht das Drängen nach einer schnellen Lösung!

 

Die zuvor im ganzen Zimmer verteilten Pflanzen wurden als Gruppe in einer helle Ecke des Raumes platziert, und mit dem Lesestuhl daneben, in dem ich jetzt noch lieber sitze als zuvor, fühle ich mich wie in einem exotischen Wintergarten.

Der Schreibtisch steht jetzt an einer Stelle mit sehr gutem Überblick über das gesamte Zimmer und über Besucher, die nun sehr gerne zu mir kommen. Das Sofa wurde nur etwas in seiner Lage zum Fenster verrutscht, damit es mehr "Halt" im Raum bekam – mehr brauchte es hier nicht.

 

Raumbewusstsein

Die Erklärungen, die Andrea mir zu ihren Aktivitäten mitlieferte, brachten mir ein völlig neues Verständnis über die Wirkung von Möbeln – je nachdem wo und wie sie stehen. Ebenso klar wurden mir auch die Zusammenhänge aus der „Farbenlehre“, die mir Andrea sehr geduldig näher brachte.

 

Da für mich zuvor meine Lieblingsfarben gelb und blau in meinem Zimmer vorherrschend waren, überraschte es mich doch sehr, wie stark die Veränderung spürbar war, als Andrea sagte, sie wolle „mal was ausprobieren“ – und alles blaue aus dem Raum verbannte. Diese gelassene Ruhe, die sich einstellte, nachdem das „Kontrastprogramm“ ausgeschaltet war, fasziniert mich noch heute, wenn ich an der Tür zu meinem Zimmer stehe und mich darin umsehe.

 

Ein absolut großartiger Nebeneffekt

Ich hatte mir schon seit geraumer Zeit vorgenommen, in meinem Zimmer einmal gründlich auszumisten. Jedoch wurde dieses Vorhaben bereits im Keim erstickt, weil ich gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte.

Und so kam ich – gezwungenermaßen – endlich dazu, rigoros und konsequent auszusortieren, Ballast abzuwerfen, meinen Raum und somit auch mich selbst neu zu strukturieren und zu ordnen.

 

Ballast abwerfen

Welch eine Wohltat das ist, merke ich nach wie vor jedes einzelne Mal, wenn ich in meinem Zimmer sitze und einfach nur sehe und spüre, wie geordnet und leicht es sich anfühlt.

Klar weiß ich noch (so ungefähr), wie mein Zimmer vor dem RaumCoaching ausgesehen hat. – Aber dieses Bild verschwand sehr schnell aus meiner Erinnerung, sobald ich im neu gestalteten Raum stand und mich so wohl in meinem neuen Reich fühlte.

 

Für mich sind daher die Fotos sehr interessant, die vor und nach dem RaumCoaching aufgenommen wurden. Diesen Unterschied in der Ausstrahlung des Raums auch noch auf den Bildern zu erkennen; diese vorherige Unruhe und Desorganisation versus der jetzigen Ordnung, Ruhe und Entspannung noch einmal vor Augen geführt zu bekommen … Da frage ich mich im Nachhinein, wie ich in solch einem Zimmer so lange Zeit „ausharren“ konnte.

 

Viele Tipps zum Weitermachen

Auch zu anderen Räumen unserer Wohnung hatte Andrea wertvolle Tipps parat, um diese schöner und stimmiger zu gestalten. Wir haben sie uns notiert, und werden sie Stück für Stück umsetzen und ausprobieren – auch mit den Erläuterungen und dem Hintergrundwissen, das mir Andrea bei ihrem Coaching mitgegeben hat.

 

Mein Fazit

Das Beste, was mir zur Steigerung meiner Lebensqualität und meines Wohlfühlens in den eigenen vier Wänden passieren konnte, war das RaumCoaching mit Andrea.

"Mein Zimmer ist seitdem mein „Königreich“ und der Raum,

in dem ich mich am wohlsten und so richtig zu Hause fühle.

 

Was kann es  Schöneres geben?“